RDP-Sicherheitswarnung nach Windows Update April 2026 entfernen
Seit dem April-2026-Patch zeigt Windows beim Öffnen von .rdp-Dateien einen neuen Sicherheitsdialog an. Mit einem dokumentierten Registry-Workaround lässt sich das alte Verhalten temporär wiederherstellen.
Problem
Seit dem Sicherheitsupdate vom April 2026 erscheint beim Öffnen von .rdp-Dateien ein neuer Sicherheitsdialog. Betroffen sind ausschließlich gespeicherte .rdp-Dateien – wenn du die Verbindung direkt über mstsc startest und das Ziel manuell eingibst, bleibt alles wie bisher.
Zusätzlich zeigt Windows beim allerersten Öffnen einer .rdp-Datei pro Benutzer und Gerät einen einmaligen Hinweisdialog an.
Wann ist der Workaround sinnvoll?
Der Registry-Schalter ist vor allem dort sinnvoll, wo intern bekannte und kontrollierte .rdp-Dateien im Einsatz sind:
- Support-Teams mit festen Verbindungen zu internen Systemen
- Admins mit vielen wiederkehrenden RDP-Zielen
- Zentral bereitgestellte .rdp-Dateien aus einer verwalteten Umgebung
Nicht geeignet ist der Workaround, wenn Benutzer .rdp-Dateien aus unbekannten Quellen öffnen. In dem Fall erfüllt der neue Dialog genau seinen Zweck.
Lösung (temporärer Workaround)
Microsoft dokumentiert einen offiziellen Registry-Schalter, um das alte Dialogverhalten wiederherzustellen:
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Pfad |
HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows NT\Terminal Services\Client |
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Name |
RedirectionWarningDialogVersion |
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Typ |
REG_DWORD |
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Wert |
1 |
Per CMD (als Administrator)
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reg add "HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows NT\Terminal Services\Client" /v RedirectionWarningDialogVersion /t REG_DWORD /d 1 /f |
Nach dem Setzen des Werts: Abmelden und wieder anmelden oder Neustart. Dann .rdp-Datei erneut testen.
Per Regedit
- regedit mit Administratorrechten öffnen.
- Navigiere zu HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows NT\Terminal Services\Client
- Neuen DWORD-Wert anlegen: RedirectionWarningDialogVersion
- Wert auf 1 setzen.
- Editor schließen und .rdp-Datei testen.
Verteilung per GPO
Der Registry-Pfad liegt unter HKLM\Software\Policies\... und lässt sich daher auch per Gruppenrichtlinie (GPO Registry Preference) an mehrere Rechner verteilen.
Wichtige Hinweise
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Temporär: Microsoft kann diesen Workaround mit einem zukünftigen Update wieder entfernen. Nicht als Dauerlösung einplanen. Sicherheit: Mit dem alten Verhalten entfällt ein Teil der zusätzlichen Prüfung. Bei .rdp-Dateien aus unbekannten Quellen steigt das Risiko, dass Benutzer Verbindungen mit unerwünschten Einstellungen öffnen. Empfehlung: Workaround nur dort einsetzen, wo Herkunft und Inhalt der .rdp-Dateien unter Kontrolle stehen. Für alle anderen Fälle den neuen Sicherheitsdialog aktiv lassen. |